Urban Dialogues Kapstadt, 22. November 2022

ERSTE AFRICAN INFRASTRUCTURE FUTURES CONFERENCE

Infrastrukturinvestitionen spielen eine entscheidende Rolle beim (Wieder-)Aufbau von Volkswirtschaften. Sie fördern das Beschäftigungswachstum, tragen zur Eindämmung und zur Anpassung an den Klimawandel bei, schaffen gerechtere Städte und Regionen und treiben den wirtschaftlichen Übergang zu einer grünen Industrialisierung voran. Nachhaltige Infrastruktursysteme, die mit zirkulären, naturbasierten Lösungen arbeiten, sind am besten geeignet, diese Rolle in Afrika im Einklang mit dem Geist und der Absicht der Agenda 2063 der Afrikanischen Union zu spielen.

Allerdings scheitern nachhaltige und zukunftsgewandte Infrastrukturinvestionen oft an institutioneller Trägheit oder sie versinken und verfehlen ihre Wirkung. Die meisten der bestehenden Technologien, die den Infrastrukturprogrammen zugrunde liegen, sind weder kohlenstoffarm noch berücksichtigen sie die Bedeutung der Regenerierung natürlicher Systeme. Diejenigen, die Kapital für Infrastrukturinvestitionen benötigen, und diejenigen, die Mittel und Finanzierungen bereitstellen, scheinen nicht zu wissen, wie sie ihre bestehenden Geschäftsmodelle ändern sollen, um auf Systeme der nächsten Generation umzusteigen. Das führt trotz optimistischen Rhetorik über die Widerstandsfähigkeit zu institutioneller Trägheit.

DIE ERSTE AFRICAN INFRASTRUCTURE FUTURES CONFERENCE

Die Konferenz "African Infrastructure Futures" zielt darauf ab, einen offenen und zielgerichteten Dialog zwischen Regierungen, Investoren, Unternehmen, Hochschulen, Organisationen der Zivilgesellschaft und Kulturschaffenden darüber zu eröffnen, was auf dem Spiel steht und was getan werden muss, um afrikanische Lösungen für Afrikas einzigartige Entwicklungsherausforderungen zu gewährleisten.

Am ersten Tag unterteilt sich das Programm in vier thematische Abschnitte mit zwölf Podiumsdiskussionen. An den Tagen 2 und 3 folgt ein ausgewähltes Programm, das sich auf die Erfahrungen führender Praktiker:innen in zahlreichen Bereichen aus ganz Afrika stützt. Das Programm finden Sie online hier.

Die Alfred Herrhausen Gesellschaft freut sich, im Rahmen des gemeinsamen Projektes "Urban Dialogues" Partner:in der ersten African Infrastructure Futures Conference zu sein.

ZIELE DER KONFERENZ

Das erste Ziel der African Infrastructure Futures Conference besteht darin, eine Einigung darüber zu erzielen, was unter nachhaltiger Infrastruktur" im afrikanischen Kontext zu verstehen ist – insbesondere, wenn man bedenkt, dass informelle Arbeitsmärkte und das Leben in großen Slums vorherrschen und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen unzureichend ist. Ein zweites Ziel besteht darin, ein gemeinsames Verständnis dafür zu fördern, dass eine ehrgeizige Agenda zur Umgestaltung unserer Städte und Stadtviertel eine grüne Industrialisierung und eine praktische Form der substanziellen Bürgerbeteiligung katalysieren kann. Drittens wird sich die Konferenz mit den enormen finanziellen und institutionellen Herausforderungen auseinandersetzen, die bewältigt werden müssen, wenn das Potenzial der nachhaltigen Urbanisierung und der grünen Industrialisierung nicht nur leere Schlagworte bleiben, sondern realisiert werden soll.

LESEN SIE DIE POLICY PAPERS

Lesen Sie auch die Publikationsserie 'Mainstreaming sustainable infrastructure finance and innovation in Africa'

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Elisabeth Mansfeld.